Die Stadt Garbsen ist eine recht junge Stadt, sie wurde erst 1974 gegründet, indem man 11 zuvor eigenständige Ortschaften zur Stadt Garbsen zusammenlegte. Herzstück dieser Zusammenlegung war der, damals moderne Stadtteil „Auf der Horst“, der in dem Baustil errichtet wurde, der für dieses Jahrzehnt prägend war: dem Plattenbau. Als Umsiedlungsprojekt mit einer Gebietsreform entstanden, war Garbsen in den 70er und 80er Jahren ein beliebter, multikultureller Ort, in dem sich viele Fremdarbeiter mit ihren Familien niederließen. Im Stadtteil Auf der Horst entstanden einige kuriose Bauwerke, darunter die beiden Kirchen: die evangelische Kirche ist weithin sichtbar, hat einen Turm, der jedoch keine Glocke tragen dufte – dafür hatte die katholische Kirche ein wunderschönes Gebäude, aber keinen Glockenturm. Im Laufe der Jahrzehnte wandelte sich das Bild Garbsens. Den Anfang machte der neue, moderne Stadtteil Garbsen-Mitte. Waren hier in den 70er und 80er Jahren noch Bauernhöfe, große Felder und Pferdekoppeln vorhanden gewesen, so entwickelte sich hier ein Architekturprojekt für Eigenheime, aus dem sich dann, spätestens seit der Errichtung des neuen Rathauses, das neue Zentrum Garbsens entwickelte. Zu Beginn eine Satellitenstadt zur Großstadt Hannover, wurde die Bedeutung der Stadt spätestens durch den lang ersehnten Anschluss an die Stadtbahn Mitte der 90er Jahre erheblich angehoben. In der Umgebung von Garbsen findet man zum einen den wundervollen Marienwerder Wald, sowie der Blaue See, der nach wie vor im Sommer beliebtes Ausflugsziel der meisten Einwohner Garbsens ist. Vor allem die Stadtteile Auf der Horst und Berenbostel sind nach wie vor beliebte Wohngebiete, in den Außenbezirken findet man in den Stadtteilen Horst, Frielingen und Altgarbsen ländliche Idylle mit schönen, teilweise sehr alten Bauernhäusern. Doch auch in den Plattenbauten im Stadtteil Auf der Horst findet man grüne Oasen, zwischen den Häusern wurden Gärten angelegt und die vielen Bäume stehen schon seit über 30 Jahren dort.